Dieses Buch ist ausschliesslich für die Augen der Bruderschaft bestimmt. Der Anwärter darf den Inhalt erst nach bestandener Prüfung erfahren. Wer es vorzeitig verrät, zahlt eine Runde Träsch.
— Vorwort —
Der Ruf der Berge
Hört, ihr Sterblichen. Vor uns liegt ein heiliges Ritual, älter als die Pilatusgipfel selbst. Seit Jahrhunderten zieht sich ein Mann vor seiner Heiligen Bindung auf eine letzte Pilgerfahrt zurück — geführt von der Bruderschaft der Steinpinien. Sieben Prüfungen warten. Sieben Wegmarken im Nebel. Wer sie meistert, kehrt als wahrer Bergmeister heim. Wer scheitert... naja, der scheitert mit Stil.
Anwärter Michèl, deine Reise beginnt. Möge der Bergsegen mit dir sein, möge dein Lederbeutel sich leeren, und mögen deine Brüder dich tragen, wenn du fällst.
An die Bruderschaft
Liebe Brüder, dieses Buch ist euer Drehbuch und Spickzettel zugleich. Lest es vor der Reise einmal komplett durch, damit ihr alle Anspielungen und Codeworte kennt. Während des Wochenendes übergebt ihr Michèl die App — diese Schrift bleibt bei euch.
Die Spielleiter-Notizen am Ende jedes Kapitels verraten, was wirklich passiert (Ort, Aktion, geheime Codes). Die Story-Texte sind das, was Michèl in der App liest — verschwommen, mystisch, ohne konkrete Ortsangaben. So bleibt jede Etappe eine Überraschung.
— Das Goldgesetz —
Die Fünf Regeln der Bruderschaft
I
Der Anwärter beginnt mit 100 Michelpinis in seinem Lederbeutel. Mehr gibt es nur durch Prüfungen, Quests und Gnade der Bruderschaft.
II
Was er erwerben will, kauft er aus seinem Beutel. Im Markt erhält er einen Coupon — diesen muss er später bei der Bruderschaft einlösen, die das Verlangte aushändigt.
III
Was er sich verdient, kassiert er per Codewort. Die Bruderschaft kennt die geheimen Codes (siehe folgende Kapitel) und übergibt sie nach erfüllter Tat.
IV
Eine Prüfung verweigern? Möglich — aber nur durch Joker-Pinis. Wer feige ist, zahlt teuer.
V
Wer am Ende der Reise noch Pinis im Beutel hat, hat zu wenig gelebt. Verschwende sie grossartig — sie sind nichts mehr wert nach der Heimkehr.
— Nachwort —
Die Heimkehr
So endet die Prüfung. Der Anwärter ist nicht mehr derselbe, der er am Anfang war — auch wenn er es selbst noch nicht ganz fasst. Die Bruderschaft löst sich auf, bis ein neuer Bruder ruft. Das Band des Schicksals webt sich von hier an um zwei. Möge der Bergsegen mit ihm sein.
Was geschehen ist, bleibt zwischen den Brüdern. Was er heimträgt, gehört ihm allein. Was er verschwendet hat, war es wert. Auf den Anwärter, auf seine Auserwählte, auf das Leben — und auf die Berge, die alles gesehen haben und schweigen werden.